Von Plastikspielzeug und Pflanzgefäßen
MES HYDRA bei geobra Brandstätter

Die geobra Brandstätter GmbH & Co. KG entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Produkte der Marken Playmobil und Lechuza. Das Familienunternehmen beschäftigt über den Globus verteilt etwa 3.500 Mitarbeiter – davon allein etwa 1.200 am fränkischen Produktionsstandort Dietenhofen.

Neben dem bekannten Systemspielzeug aus Kunststoff (PLAYMOBIL®) sind hochwertige Pflanzgefäße (Lechuza®) mit einem innovativen Bewässerungssystem das zweite Standbein von geobra Brandstätter.

 
Ausgangssituation

Vor der Einführung des Manufacturing Execution System (MES) HYDRA wurde bei geobra Brandstätter manuell und ohne grafische Unterstützung geplant. Einstelldaten für die Spritzgießmaschinen wurden zwar über ein zentrales DNC-Tool verwaltet, konnten aber lediglich über einen einzigen Arbeitsplatz in der Halle eingespielt werden. Der Produktionsprozess war geprägt von langen Wegezeiten. Alles in allem war der Aufwand sehr hoch und der Bedarf einer effizienten Lösung zur Fertigungssteuerung führte 2011 zu der Entscheidung, das MES HYDRA einzuführen.

Aufgabe und Lösung
Der HYDRA-Leitstand (HLS) als Teil der MES-Lösung unterstützt nun die Feinplanung der Fertigungsaufträge für PLAYMOBIL und Lechuza. In einem zweiten Schritt soll auch die automatische Belegung der einzelnen Arbeitsgänge im Leitstand aktiviert werden. Basis dafür sind die elektronische Erfassung der Betriebsdaten (BDE) an den Terminals in der Produktion und die Anbindung der Maschinen (MDE) zur automatischen Mengen- und Stillstandserfassung. Die erfassten Stückzahlen werden durch den Werker im Rahmen der Teilrückmeldungen in Gutmenge oder Ausschuss umgewandelt. Bei längeren Stillständen wird der Werker zu dessen Begründung aufgefordert. In der grafischen Plantafel wird angezeigt, wenn ein Arbeitsgang länger braucht als geplant. Durch die Integration der Einstelldatenverwaltung (DNC) in das MES-System konnten die Rüstzeiten deutlich reduziert werden. Das Laden der Einstelldaten kann nun direkt am jeweiligen Terminal vorgenommen werden, das sich in unmittelbarer Maschinennähe befindet und auch zur Auftragsanmeldung verwendet wird. Die Wegezeiten wurden deutlich verringert.

Aktuell sind im Stammwerk in Dietenhofen etwa 400 Spritzgießmaschinen an das MES-System HYDRA angebunden. Eine Ausweitung auf weitere Abteilungen und zusätzliche Werke ist bereits in Planung.

 

 

 Zitat von Rüdiger Maderer, Leiter Arbeitsvorbereitung und HYDRA-Projektleiter bei geobra Brandstätter:

„Die Vielzahl der Möglichkeiten spricht definitiv für das MES HYDRA von MPDV. Sicherlich haben wir in der kurzen Zeit noch nicht alle Möglichkeiten erkannt, die uns dieses System bietet. Die Auswertungen zeigen uns heute schon deutlich, wo wir Einsparpotenzial haben. Nun liegt es an uns, dieses zu nutzen.“