MES HYDRA im Einsatz bei Dürr Systems GmbH
Betriebs- und Maschinendaten, Leitstand, Personaleinsatzplanung


Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen vorwiegend für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus werden Reinigungsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Auswuchtsysteme und Produkte für die Endmontage geliefert. Im Sinne des Umweltschutzes beschäftigt sich Dürr auch mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Basis für die führenden Marktpositionen sind globale Präsenz, eine ausgeprägte Innovationskultur und die Kundenorientierung der rund 8.300 Dürr-Mitarbeiter. Dürr ist in 26 Ländern direkt vertreten und erwirtschaftete 2013 einen Jahresumsatz von rund 2,4 Mrd. Euro.

Aufgabe und Lösung

Zur Verbesserung der Abläufe und Strukturen im Bereich Lackierapplikation plante Dürr Mitte 2012 eine Reorganisation und Restrukturierung der Prozesse in der mehrstufigen Produktionsplanung und -steuerung. Ziel hierbei war, die Qualität von Lieferterminzusagen zu verbessern, künftig gegen begrenzte Kapazitäten planen zu können, den Aufwand zur Auftragsreihenfolgenplanung zu reduzieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen und belastbare Daten für die Berechnung von Produktionskennzahlen zu bekommen. Dabei sollte der manuelle Aufwand möglichst reduziert werden.

Nach einer umfassenden Marktanalyse (im ersten Schritt warenes 78 mögliche MES-Anbieter) entschied sich Dürr für das integrierte Manufacturing Execution System (MES) HYDRA von MPDV und führte dieses in 2013 zunächst in der zerspanenden Fertigung ein. Insgesamt 24 Mitarbeiter bearbeiten dort mit einer Mischung aus CNC-Maschinen, Werkbänken und manuellen Tätigkeiten Fertigungsaufträge mit Losgrößen zwischen 1 und 2000 Stück. Dabei hat jeder Auftrag 2 bis 20 Arbeitsgänge.

Sobald die Fertigungsaufträge mittels zertifizierter Schnittstelle vom führenden SAP-System an HYDRA übergeben sind, werden diese im HYDRA-Leitstand feingeplant und auf einzelne Maschinen/Arbeitsplätze eingelastet. Hierbei gelten die aus SAP übermittelten Ecktermine als Rahmenbedingungen.

Der Planer hat nun die Möglichkeit, die Reihenfolge der Aufträge und Arbeitsgänge innerhalb der Ecktermine zu optimieren, um dadurch die Rüstzeiten zu reduzieren.
 

Sobald ein Arbeitsgang im HYDRA-Leitstand eingeplant und fixiert ist, wird dieser an der entsprechenden Maschine am HYDRA-Shopfloor Client (BDE-Terminal) angezeigt und kann von einem Werker angemeldet werden. Danach meldet der Werker Statusänderungen (z. B. Maschinenstörungen) und Teilmengen manuell, damit das System einen stetigen Auftragsfortschritt verzeichnen kann. An den CNC-Maschinen werden Gutmengen automatisch erfasst. Insgesamt können dadurch unvorhersehbare Verzögerungen besser erkannt und in der weiteren Ablaufplanung im Leitstand berücksichtigt werden. Sämtliche erfassten Daten und Zeiten stehen in HYDRA sofort zur Berechnung von Produktionskennzahlen (z. B. OEE-Index und Nutzgrad) zur Verfügung. Für die Zukunft plant Dürr den Einsatz der HYDRA-Personaleinsatzplanung (PEP) und des DNC-Moduls zur Übertragung von NC-Programmen an die Maschinen. Der Vorteil hierbei ist, dass immer ausreichend Personal zur Verfügung steht bzw. dass HYDRA anhand des zu produzierenden Artikels und der belegten Maschine automatisch das passende NC-Programm anzeigt und zum Download anbietet. Außerdem ist die Einführung von CAQ-Funktionen in HYDRA angedacht.
 

„Seit der Einführung von HYDRA konnten wir unsere Durchlaufzeiten um bis zu 40% verkürzen. Zudem führt die verbesserte Transparenz zu mehr Produktivität. Wir können nun nicht wertschöpfende Tätigkeiten identifizieren und reduzieren.“
(Benjamin Degebrodt, Production Planning and Logistics bei Dürr Systems GmbH)

 

Das Projekt kompakt

• Windows Server mit SQL-Datenbank
• Schnittstellen zu SAP-PP
• 7 HYDRA-Office Clients
• 14 HYDRA-Shopfloor Clients (BDE-Terminals)
• 10 Maschinen angebunden
• HYDRA-Module: Betriebsdaten (BDE), Maschinendaten (MDE), Leitstand (HLS), [Personaleinsatzplanung (PEP) & Einstelldaten (DNC) geplant]

 

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