MES–Industrie 4.0-ready

Industrie 4.0 ist derzeit eines der meist-diskutierten Themen, wenn über die moderne und zukunftsfähige Gestaltung von Produktionsprozessen gesprochen wird. Durch die intelligente Vernetzung der einzelnen Produktionsobjekte soll die dezentrale Entscheidungsfindung gestärkt und so eine Verbesserung beispielsweise durch eine erhöhte Reaktionsfähigkeit oder eine verbesserte Transparenz erreicht werden. productivITy nahm sich die aktuelle Diskussion zum Anlass, um Anbieter von Fabrikmanagement-Systemen zu den vorhandenen Möglichkeiten ihrer Systeme im Industrie 4.0-Bereich zu befragen. Insgesamt sind 47 Antworten eingegangen.

Die vorliegende Befragung ist in zwei Themenbereiche unterteilt. Im ersten Themenbereich liegt der Fokus auf der Erfüllung von MES-Aufgaben sowie den betroffenen Unternehmensprozessen (nach VDI-Richtlinie 5600, Blatt 1 (Fertigungsmanagementsysteme) [1]), der zweite Themenbereich beschäftigt sich mit Industrie 4.0. Dazu wurden die teilnehmenden Unternehmen zunächst nach der Erfüllung von Industrie 4.0-Voraussetzungen durch ihre Lösungen befragt. Im nächsten Schritt wurde um Angaben unter anderem zum allgemeinen Verständnis von Industrie 4.0, zur Umsetzung der dezentralen Datenhaltung und Entscheidungsfindung, Maßnahmen zur Erreichung einer durchgängigen Transparenz, der Vernetzung von Produktionsobjekten und den dazu verwendeten Kommunikationsstandards sowie der Realisierung von nutzersensitiven Oberflächen gebeten. 


Bei den Voraussetzungen von Industrie 4.0 sind deutliche Unterschiede zwischen den teilnehmenden Lösungen festzustellen. Während
45 Unternehmen angaben, dass eine durchgängige Transparenz von Prozessen und Daten gewährleistet wird, wird lediglich bei 28 Systemen die dezentrale Datenhaltung ermöglicht. Bei einer Großzahl der Lösungen ist zudem die Einbindung mobiler Geräte zur Informationseingabe (42 Nennungen) bzw. Informationsausgabe (43 Nennungen) im Funktionsumfang enthalten. Bei der Frage nach den wichtigsten Voraussetzungen für Industrie 4.0 wurde die durchgängige Transparenz, die standardisierte Kommunikation sowie die Vernetzung der Produktionsobjekte am häufigsten genannt. Dabei gibt es Unternehmen, welche die Wichtigkeit der genannten Punkte erkannt, in ihrer eigenen Lösung aber noch nicht umgesetzt haben. Dieses verdeutlicht, dass die Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 im vollen Gange sind. Dieses wird durch die Nennung einer großen Anzahl an allgemeinen Trends im Bereich „Industrie 4.0 in der Fabriksoftware“ gestützt. Unter anderen wurde Mobile Computing, Webfähigkeit, Standardisierung, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit genannt. 

 

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Schlüsselwörter:

MES, Industrie 4.0, Marktüberblick, Trends, Transparenz, Standardisierung, Mobile Computing

Literatur:

VDI-Richtlinie 5600 - Fertigungsmanagementsysteme Manufacturing Execution Systems (MES), Januar 2015