Die SGL Carbon GmbH in Bonn setzt auf gfos

Über die SGL Group

Die SGL Group ist ein weltweit führender Hersteller von Produkten und Materialen aus Carbon (Kohlenstoff). Das umfassende Produktportfolio reicht von Carbon- und Graphitprodukten über Carbonfasern bis hin zu Verbundwerkstoffen. Die Kernkompetenzen der SGL Group sind die Beherrschung von Hochtemperaturtechnologien sowie der Einsatz von langjährigem Anwendungs- und Engineering-Know-how. Damit wird die breite Werkstoffbasis des Unternehmens ausgeschöpft. Diese auf Kohlenstoff basierenden Materialien kombinieren mehrere einzigartige Materialeigenschaften wie die sehr gute Strom- und Wärmeleitfähigkeit, Hitze- und Korrosionsbeständigkeit sowie Leichtigkeit bei gleichzeitiger hoher Festigkeit. Die Hochleistungsmaterialien und -produkte der SGL Group werden aufgrund der Industrialisierung der Wachstumsregionen Asiens und Lateinamerikas und der fortschreitenden Substitution traditioneller Werkstoffe durch neue Materialien zunehmend nachgefragt. Die Produkte der SGL Group werden in der Stahl-, Aluminium-, Automobilindustrie und der Chemiebranche eingesetzt sowie in der Halbleiter-, Solar-, LED-Branche oder bei Lithium-Ionen-Batterien. Carbonbasierte Materialien und Produkte werden zudem auch in der Windenergie-, der Luft- und Raumfahrt als auch in der Verteidigungsindustrie verwendet.

Mit 42 Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien sowie einem Servicenetz in über 100 Ländern ist die SGL Group ein global ausgerichtetes Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten ca. 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von 1.336 Mio. Euro. 

Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz in Wiesbaden/Deutschland.


Warum GFOS?

Bereits seit 1996 ist die SGL Carbon GmbH in Bonn GFOS-Kunde und nutzt dabei sowohl die Zeitwirtschaft als auch das MES des Softwareunternehmens.

Stefan Wirtz, bei SGL in Bonn für das MES verantwortlich, erklärt: „Ich selbst war damals noch nicht bei SGL tätig. Ich weiß aber, dass verschiedene Anbieter kontaktiert wurden. GFOS hat dann durch ihre Flexibilität und auch durch die Verfügbarkeit überzeugt – das war uns wichtig. Außerdem war GFOS zu diesem Zeitpunkt im Bereich Feinplanung bereits sehr weit.“ 


Zeitwirtschaft

Am Anfang der Zusammenarbeit wurde die Zeitwirtschaft eingeführt. Die Personalzeiterfassung verarbeitet alle Ereignisse in Echtzeit. Dadurch ist eine Übersicht der aktuellen Anwesenheit oder eine Betrachtung vergangenheitsbezogener Daten zu jeder Zeit auf Knopfdruck möglich. Standardisierte Schnittstellen zu allen gängigen Abrechnungs- und Controllingsystemen ermöglichen eine vollständige Integration in die bestehende Softwarelandschaft. 


Die Fertigungskette mit gfos.MES

Die Fertigungskette bei der SGL Carbon GmbH beschreibt Stefan Wirtz folgendermaßen: „Nach dem Wareneingang und der Prüfung im Staublabor findet in den einzelnen Werken die Veredelung statt, sprich wir mahlen, mischen, pressen, brennen, graphitieren und führen am Ende die Güteprüfung durch. All diese Prozessschritte werden auch mittels der Software gfos.MES abgebildet.“  

Besonders von dem Modul Qualitätsmanagement ist Stefan Wirtz begeistert: „Die Möglichkeiten im QS-Bereich sind einfach fantastisch. Denn früher mussten wir für jeden einzelnen Artikel einen Prüfplan anlegen. Jetzt legen wir allgemeine Prüfplangruppen an - das erleichtert uns die Arbeit enorm.“ Zudem“, ergänzt Tonio Proetel, ebenfalls bei SGL in Bonn für das MES verantwortlich, „läuft nun alles größtenteils automatisch. Die Daten müssen nicht mehr von Hand eingetippt werden, sondern werden direkt von der Maschine an gfos gemeldet, dort verbucht und bewertet.“ 

Weitere Mehrwerte der Software von GFOS sind laut der MES Experten bei SGL zum einen die Schnittstelle zu SAP, sodass die QS-Daten an SAP weitergeleitet werden, und im Besonderen die Flexibilität der Schnittstellen insgesamt. „Diese Kombination aus Freifeld-Logik, gekoppelt mit parametrierbaren Schnittstellen ist ganz wichtig für uns“, so Stefan Wirtz.

Ein für die SGL Carbon GmbH neues Projekt ist gerade das Modul Kennzahlen. Bisher wurden diese mittels Excel-Listen erfasst. Nun wird versucht, die firmenspezifischen Bewertungsstrategien mit einheitlichen KPIs zu verknüpfen und die Excel-basierte Erfassung nach und nach abzulösen.

Bei der Betriebsdatenerfassung konzentriert sich die SGL Carbon GmbH vor allem auf die Materialflüsse und die Eigenschaften von bestimmten Produktionsbereichen. „Es werden Input- und Output-Materialien in Mengen und auch Rezepturkomponenten gebucht“, erklärt Tonio Proetel. 


Ausblick

Für die Zukunft ist auch die Personaleinsatzplanung eine wünschenswerte Erweiterung der bisher genutzten Module, denn „eine Vertretungsmatrix kommt immer wieder ins Gespräch und würde die Planung der Mitarbeiter enorm erleichtern“, so Stefan Wirtz.


Fazit 

Stefan Wirtz und Tonio Proetel sind überzeugt, dass sich die Themen MES, also die Abbildung des Produktionsprozesses, und Lean, die Verschlankung des Produktionsprozesses , entgegen der allgemeinen Meinung nicht widersprechen, sondern im Grunde die Lean-Idee durch die MES Software von GFOS umgesetzt werden kann. Besonders heben die MES Experten die Beratungsleistung der GFOS hervor: „Wir wüssten bis jetzt nicht ein Problem, das wir mit dem für uns zuständigen Berater, Dominik Schäfer, besprochen haben, für das er keine Lösung gefunden hat. Das ist einfach klasse.“

Die Mitarbeiter sind ebenfalls von der guten Leistung der Essener Software überzeugt. „Natürlich gab es vor und während der Einführung auch Ängste bei den Mitarbeitern, was zu einem gewissen Widerstand geführt hat. Beispielweise, dass die Software und die damit einhergehende Automatisierung menschliche Arbeit ersetzen könnte.  Aber am Ende waren die Mitarbeiter begeistert. Denn das menschliche Know-how kann nicht einfach ersetzt werden und die Mitarbeiter haben erkannt, dass eine effektivere Fertigung am Ende nicht zu einem Abbau von Stellen führen muss. Ein gutes Beispiel ist unser Staublabor. Dieses wurde so effektiv, dass wir für andere Standorte mit der gleichen Mannschaft  mehr Aufgaben übernehmen können“, so Stefan Wirtz abschließend.

Kontakt:
GFOS mbH
Am Lichtbogen 9
45141 Essen
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