Marktüberblick Reihenfolgeplanung

Edzard Weber, Anselm Tiefenbacher und Hanna Theuer

Planer stehen tagtäglich vor der Herausforderung, die Produktion so effizient wie nur möglich zu gestalten und müssen stets flexibel als auch bestmöglich auf kurzfristig eintretende Produktionsstörungen reagieren können. Auf die Produktion Einfluss nehmende Faktoren existieren reichlich. Darüber hinaus ist eine Fülle von Parametern zu berücksichtigen um eine optimale Reihenfolge der abzuarbeitenden Tätigkeiten zu gewährleisten.

Das Center for Enterprise Research (CER) der Universität Potsdam führte eine Marktanalyse zu Systemen zur Reihenfolgeplanung durch. Für die Erhebung wurde eine Vielzahl an Softwarehäusern im deutschsprachigen Raum angesprochen. Insgesamt sind 22 vollständige und umfangreich beantwortete Fragebögen eingetroffen. Diese wurden qualitativ und quantitativ analysiert sowie die entsprechenden Ergebnisse grafisch aufbereitet.
Die in dieser Marktanalyse betrachteten Produkte dienen zur Optimierung der Reihenfolgeplanung. Entsprechend behandeln sie das Dilemma der Minimierung der Durchlaufzeiten mit gleichzeitiger Maximierung der Auslastung. Da in diesem Zusammenhang viele Parameter Einfluss nehmen, sei es der Liefertermin für die Produktion notweniger Rohstoffe oder der zur Verfügung stehende Lagerplatz für un- bzw. halbfertige Erzeugnisse, wurde bei der Erhebung eine Vielzahl an Einflussgrößen berücksichtigt.


Anzug aus dem Marktüberblick Reihenfolgeplanung

Die Unternehmen wurden u. a. über die speziellen Eigenschaften, die Funktionen ihrer Anwendungen und auch die Lizenz- bzw. Preismodelle der Produkte befragt. Dabei wurden die entsprechenden Fragen in mehrere Teilbereiche untergliedert. 
Ein Großteil der Produkte, genauer 20 von 22, wird als Stand-Alone-Version angeboten. Zwölf Produkte existieren auch als webbasierte Version und acht als SaaS. Bei 16 der Produkte handelt es sich um einen festen Bestandteil eines Anwendungssystems, wobei zehn der betrachteten Produkte eine Erweiterung darstellen und 16 in andere Systeme integrierbar sind. Elf Produkte befinden sich noch in der funktionalen Weiterentwicklung und eines dieser befindet sich z. Z. im Entwicklungsstadium. Zwölf Produkte decken sowohl alle betrachteten Fertigungstypen als auch Basisfunktionen ab. Ein Großteil der Produkte bietet unterschiedliche Schedulingmodus für die Optimierung der Reihenfolge und weitere Schedulingoptionen an. Bei den am häufigsten verwendbaren Zielgrößen für die Optimierung handelt es sich um die Maschinenauslastung, die Minimierung der Gesamtfertigungsdauer, die Personalauslastung und die Rüstzeiten. Oftmals können für die Optimierung auch Parameter der Zulieferer und der Abnehmer für die Optimierung mit einbezogen werden.
Die Tendenz hin zur Optimierung der Abläufe in der Produktion kann für viele Unternehmen einen großen finanziellen Einfluss haben. Es kann sich lohnen in der Fertigung ein Augenmerk auf die Effizienz zu legen und hierdurch neben einer Zeit- und Kostenersparnis z. B. durch niedrige Stückkosten, niedrige Durchlaufzeiten und Kapazitätsauslastung auch eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit, z. B. durch die Termintreue, zu erreichen. Unter Umständen kann auch eine höhere Priorisierung wichtiger Aufträge ausschlaggebend für die weitere Zusammenarbeit mit einzelnen Kunden sein.
Die operative Produktionsplanung unterliegt in manchen Fällen so einer Abwägung zwischen der einzusetzenden Arbeitszeit für die Suche nach dem optimalen Ablauf und der zeitnahen Festlegung der Reihenfolge für die Produktion. Planer können hier durch Systeme für die Reihenfolgeplanung entlastet werden, die eine große Menge an Daten analysieren und visualisieren können.
Die Bedeutsamkeit der Reihenfolgeplanung spiegelt sich im Umfang des Angebots wieder, welches zurzeit an Systemen zur Reihenfolgeplanung am Markt existiert. Dieses Angebot ist in den letzten Jahren gewachsen.

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Schlüsselwörter:

Marktüberblick, Reihenfolgeplanung, Auslastung, Durchlaufzeiten